Darmgesundheit, Heilpraktiker und Osteopath in Ausbildung

Gesunde Darmflora – aber wie?

Was meinst Du, wie schwer ist Deine Darmflora?
Und… wie beeinflusst die Darmflora die Gesundheit?

Die Gesamtheit der Mikroorganismen in deinem Darm hat ein Gewicht von ca. 700g. Es gibt mehr Bakterien in deinem Darm als Körperzellen. Diese starke Keimbesiedelung besteht nicht von Geburt an, sondern baut sich im Laufe der Entwicklung auf. Wir alle beginnen bei Null! Beim Fötus ist der Darm zunächst noch steril.

 

Die Darmfloraentwicklung vom Fötus zum Senioren

Stufe 1: Hier kommt es durch die orale Aufnahme von Umgebungskeimen beim Geburtsvorgang zur Erstbesiedelung im Darm.

Stufe 2: In dieser Stufe kommt es zur bestimmten Darmbesiedelung in Abhängigkeit von der Ernährung des Säugling wie z.B. Brust- oder Flaschenmilch.

Stufe 3: Ab der Zufütterung bis ins Seniorenalter baut sich die Darmflora auf und entwickelt sich entsprechend der Ernährung.

Stufe 4: In der letzten Stufe dem Seniorenstadium verändert sich die Darmflora erneut. Es kommt zu einer Veränderung v.a. der anaeroben Darmflora-Zusammensetzung.

 

Der Geburtsvorgang ist für die Basis der Darmflora entscheidend

Man geht heute davon aus, dass sowohl mit Flaschenmilch ernährte, als auch per Kaiserschnitt geborene Kinder, häufig einen mikroökologischen Nachteil im Darm erleiden. Hier erfolgt die Erstbesiedelung des Darms nicht durch die Mikroorganismen der mütterlichen Brust bzw. durch den vagianlen Geburtsvorgang, sondern durch die direkte Umwelt (Krankenhauskeime). Dies kann die Folge haben, dass es später zu einer Infektanfälligkeit oder Allergien kommt.

 

Wie verändert sich die Darmflora im Alter

Die Art der Darmbesiedelung wird im Erwachsenenalter  vor allem durch die Ernährung beeinflußt. Sie kann auch der Grund sein, warum sich im Seniorenalter die Darmflora nochmals ändert. Durch die Einschränkung (Appetitlosigkeit, Kaubeschwerden, Schluckstörung, Depressionen usw.) kommt es zu einer veränderten Ernährung. Diese bevorzugt energiedichte, schneller verdauliche und wenig strukturierte Nahrungsmittel. Dadurch verändert die Darmflora sich zum Nachteil.


Die richtige Ernährung für eine gesunde Darmflora

Ab der Stufe 3 kannst Du über Deine Ernährung entscheiden, wie sich Deine Darmflora entwickeln soll. Bei einer überwiegend pflanzlichen Ernährung, die mikronährstoff- und ballaststoffreich ist, wirst Du die positive Entwicklung Deiner Darmflora spüren.

 

Einfluss einer schlechten Darmflora auf Dein Wohlbefinden

Die anaeroben Organismen, die im Magen-Darmtrakt entstehen, wandeln nach und nach unverdaute Kohlenhydrate, Fette und Proteiene um, was zur Bildung von Säure und Gasen im Darm führt. Dieser Prozess im Darm wird auch Fäulnis genannt, dies führt zu jenem sehr unangenehmen Gefühl der Aufgeblähtheit.

Einiger dieser starken Toxinen wie z.B. Ammoniak, die durch die Zersetzung der unverdauten Nahrung entstehen, werden von Blut und Lymphe aufgenommen und gelangen darüber zur Leber und dem Gehirn, was zur Energielosigkeit und zunehmende Benommenheit  führen kann.

 

Wie kannst Du Deine Darmflora positiv beeinflussen?

Unter der Bezeichnung Ballaststoffe (Fasern in der Nahrung) werden jene Bestandteile unser aufgenommen Nahrung bezeichnet, die von dem Verdauungssystemen im Magen-Darmtrakt nicht oder nur unvollständig abgebaut werden können. Die Ballsatstoffe gelangen meist unverändert in den Dickdarm, wo sie zum Teil durch Darmbakterien zu kurzkettigen Fettsäuren und Gasen abgebaut oder ausgeschieden werden.

Ballaststoffe werden in wasserlösliche (stark wassereinlagernde) und wasserunlösliche (gering wassereinlagernde) Stoffe unterteilt. Sie werden auch zu den Kohlenhydraten gezählt.

Die Fasern in unserer Nahrung besitzen vielfälige positive Eigenschaften für unseren Körper. Ihre Wirkungen beruhen vor allem auf ihren physikalischen Eingenschaften, wie der Faserstruktur, dem Wasserbindungsvermögen, der Quellfähigkeit und der Bindung von Schwermetallen, bzw. anderen körperfremden Stoffen.

Ballaststoffe sind eine wichtige Energiequelle der Darmflora. Eine ausreichende und abwechslungsreiche Zufuhr an Ballaststoffen wirkt sich positiv auf die Zusammensetzung der Darmflora und den Anteil bestimmter Bakterienstämme aus. Ballaststoffe sind sozusagen das Futter der Darmbakterien. „Ist der Tisch reichlich mit Nahrungsmittel gedeckt, dann bleibt auch der Besuch gern“.

Bei der Verwertung der pflanzlichen Fasern im Dickdarm entstehen kurzkettige Fettsäuren. Bei der Aufnahme im Darm dienen diese als zusätzliche Energiegewinnung des Körpers und der Darmschleimhaut. Der Brennwert von 1g Ballaststoff beträgt 2kcal, während vergleichend der Wert von 1g Kohlenhydrat doppelt so groß ist.

Durch die kurzkettigen Fettsäuren sinkt der pH-Wert im Darm ins Saure und hemmt dadurch das Wachstum von krankmachenden Keimen. Ballaststoffe mit einer vorteilhaften und wachstumsfördernden Wirkung auf die Darmflora werden als Präbiotika bezeichnet.

Oftmals ist eine gezielte Darmsanierung oder eine spezielle Ernährungsumstellung der Schlüssel zu einem allgemein stark gesteigertem Wohlbefinden. Gerne helfe ich Ihnen einen individuellen Plan für Ihre Gesundheit zu entwickeln – sprechen Sie mich an.


Gesundheit ist einfach!

Herzliche Grüße
Ihre Naturheilpraxis in Augsburg und Oberau

Martin Arendt

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